Kreativitätstechniken

Kreativitätstechniken sind Modelle oder Hilfen um seine eigene Kreativität oder die Kreativität einer Gruppe zu fördern. Ziel ist es zu einem gegebenen Problem möglichst viele Ideen in kurzer Zeit zu generieren.

Die bekanntesten Methoden welche ich bereits in der Praxis eingesetzt habe möchte ich im Folgenden kurz aufführen:

      • World-Café: Im World-Café können mehrere Gruppen an verschiedenen Aufgaben gleichzeitig arbeiten, ohne den Input jeder Gruppe zu unterschlagen. Folgender Ablauf kennzeichnet das World-Café:
        1. Bestimmt von #Gruppenleitern. Dabei ist die Anzahl gleich groß der zu Lösenden Aufgaben.
        2. Einteilung der Restlichen Gruppe in gleich große Teilgruppen. Die Anzahl der Teilgruppen ist gleich groß der zu Lösenden Aufgaben.
        3. Der Start: Jede Teilgruppe ist einem Gruppenleiter zugeteilt. Es wird das zu lösende Problem besprochen und Lösungen gesucht.
        4. Rotation: Die Teilgruppen rotieren zum nächsten Problem und suchen nach Lösungen. Dabei bleibt der Gruppenleiter immer bei seinem Problem stehen und erklärt der aktuellen Gruppe den bisherigen Stand der Lösung. Darauf aufbauend werden neue Lösungen gesucht oder bisherige Lösungen vertieft.
        5. Nach X Minuten wechseln die Teilgruppen erneut, solange bis jede Teilgruppe zu jedem Problem einen Input gegeben hat.

         

      • Methode 635: Bei Anwendung der Methode 635 erhalten 6 Teilnehmer ein jeweils gleich großes Blatt Papier. Dieses wird mit 3 Spalten und 6 Zeilen in 18 Kästchen aufgeteilt. Jeder Teilnehmer wird aufgefordert, in der ersten Zeile drei Ideen (je Spalte eine) zu formulieren. Jedes Blatt wird nach angemessener Zeit − je nach Schwierigkeitsgrad der Problemstellung etwa 3 bis 5 Minuten − von allen gleichzeitig, im Uhrzeigersinn weitergereicht. Der Nächste soll versuchen, die bereits genannten Ideen aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Die Bezeichnung der Methode ergab sich aus den optimal sechs Gruppenmitgliedern, die je drei erste Ideen produzieren und danach fünfmal jeweils drei erste beziehungsweise daraus abgeleitete Ideen weiterentwickeln (6 Teilnehmer, je 3 Ideen, 5 mal weiterreichen). Oft wird die „5“ im Titel der Methode mit den maximal 5 Minuten der Bearbeitung assoziiert, was so aber im ursprünglichen Artikel des Autors nicht nachzulesen ist. Mit dieser Methode entstehen innerhalb von 30 Minuten maximal 108 Ideen: 6 Teilnehmer x 3 Ideen x 6 Zeilen.

Darüber hinaus gibt es Methoden um die Ideen zu bewerten. Folgend bekannte Methoden welche sehr oft Verwendung finden:

  • Denkhüte von De Bono: Es werden Gruppen von 6 Personen verschieden farbige Hüte zugeordnet. Mit diesen Hüten nehmen die Personen andere Characterzüge an:
    1. weiß: Analytisches Denken: Konzentration auf Tatsachen, Anforderungen und wie sie erreicht werden können
    2. rot: Emotionales Denken, Empfinden: Konzentration auf Gefühle und Meinungen
    3. schwarz: Kritisches Denken: Risikobetrachtung, Probleme, Skepsis, Kritik und Ängste mitteilen
    4. gelb: Optimistisches Denken: Was ist das Best Case Szenario
    5. grün: Kreatives, assoziatives Denken: Neue Ideen, Kreativität
    6. blau: Ordnendes, moderierendes Denken: Überblick über die Prozesse

     

  • Walt-Disney-Methode: Es werden 3 Blickwinkel in der Diskussion eingenommen:
    1. Der Träumer ist subjektiv orientiert und enthusiastisch, enthält sich aber eines praktischen Urteils zu einer Idee oder Analyse.
    2. Der Realist nimmt einen pragmatisch-praktischen Standpunkt ein, entwickelt Aktivitätenpläne und untersucht die notwendigen Arbeitsschritte, -mechanismen und Voraussetzungen.
    3. Der Kritiker fordert heraus und prüft die Vorgaben der anderen. Ziel ist konstruktive und positive Kritik, die mögliche Fehlerquellen identifizieren hilft.

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